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Die wundersame Reise des Johann Sebastian Bach

Ekklesiastische Musik-Theater-Tanz-Performance
mit Werken von J. S. Bach, B. A. Zimmermann, G. Ligeti u. a.

 

Regie: Philippe Arlaud

Klaus Maria Brandauer, Sprecher
Balthasar-Neumann-Chor
Deutsche Kammerphilharmonie Bremen

Konzeption und musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock

 

«Schaue ich auf Bachs Handschrift, so meine ich einen Himmelskörper in Bewegung zu sehen und Zeuge zu sein, wie sich eine Naturerscheinung entfaltet nach der unabänderlichen Weltordnung, in welcher der Mensch nur ein Bruchteil ist. Kein Wunder, dass wir Bachs Musik als universal empfinden.»

Yehudi Menuhin

Ausgangspunkt: Johann Sebastian Bach.

Seine Auseinandersetzung mit Gott und der Welt findet sich in jedem seiner Werke wieder. Seine Gedanken haben seit dem 18. Jahrhundert immer weitere Kreise gezogen und ihre Umlaufbahn von Jahrhundert zu Jahrhundert vergrößert. Sie reichen hinüber bis zu Nietzsche, Zimmermann und Ligeti. Wie in einer wundersamen Reise durch die Zeit trifft Bach auf Werke seiner Nachfolger. Seine Musik wird zu einer Art Kaleidoskop und für uns Anknüpfungspunkt und Herausforderung. In Johann Sebastian Bach spiegelt sich das Denken seiner Zeit vom Menschen als Baumeister, der sich im Laufe der Geschichte der Technik und Wissenschaft zuwendet. Es zeigt sich der Wille des Menschen, die Welt selbst zu erforschen, zu verstehen und zu strukturieren.

Die Leidensgeschichte Jesu – Passion des Menschen, des unterdrückten, gefangenen und gequälten Menschen. Bach als Spiegelbild Jesu.

Das Ringen um Wahrheit und Gerechtigkeit gegenüber sich, der Mitwelt und Gott ist Motor des Lebens. Demut als eine der Eigenschaften, die das Denken mitbestimmen.

Erster Teil der Johannespassion – Verrat und Gefangennahme Jesu Christi, die Verleugnung durch Petrus. Bernd Alois Zimmermanns letzte Komposition «Ich wandte mich und sah an alles Unrecht, das geschah unter der Sonne» – ein letzter verzweifelter Appell an die Menschlichkeit. Fünf Tage vor Zimmermanns Selbstmord im August 1970 beendet der Choral «Es ist genug» aus Bachs Kantate «Oh Ewigkeit, du Donnerwort» diese «Ekklesiastische Aktion».

Kunst der Fuge – Blick ins Innere der Welt, die sich verändert und die der Mensch selbst durch Kunst, Wissenschaft und Technik ständig weiter verändert. Dieser Blick geht von Bach aus und wandert weiter durch die Jahrhunderte. Gedanken, Wort und Sprache entwickeln sich, Bilder werden zerstört und neu errichtet, mit Worten und Klängen wird experimentiert.

Ausgangspunkt: Johann Sebastian Bach.

 

«Er aber wagt sein Herz dem Gott entgegen, dem Gang der Sonne und dem Stand der Sterne: Aufblüht Gesetz. Er schaut. Er horcht. Er schweigt. Er schreibt. Und unterschreibt: b-a-c-h»

A. Goes

 

Pressestimmen:

«Haften bleibt wieder mal der phänomenale Balthasar-Neumann-Chor.»

Deutsche Welle

«Die Deutsche Kammerphilharmonie spielte Bach nicht nur stilsicher, sondern auch schlackenlos und mit glühendem Engagement. Und der Balthasar-Neumann-Chor ist ein Wunder an Intonation, Deutlichkeit und Leuchtkraft.»

Hannoversche Allgemeine Zeitung