Italienische Karnevalsmusiken des 17. Jahrhundertsvon Orazio Vecchi, Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli,
Marc Antonio Cesti u. a. |
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Regie, Bühnenbild und Kostüme: Petra Weikert Balthasar-Neumann-Chor
Im Karneval löst der Alltag seine Fesseln, verlieren Gesetze ihre Wirksamkeit, triumphieren Phantasie und Zügellosigkeit über Vernunft und Ordnung. Legende geworden ist die Sinnenfreude und Ereignishaftigkeit des italienischen Carnevale in Florenz, Mantua, Neapel und Venedig im Seicento. Der musikalische Niederschlag des Karnevals ist gewaltig und hat in den Opern, Madrigalen und «canti carnascialeschi» seinen Höhepunkt gefunden. Viele Texte frivolen oder umstürzlerischen Inhalts durften ausschließlich zur Karnevalszeit vertont und gesungen werden; zahlreiche Instrumentalkompositionen bezeugen in ihrer mitreißenden Tanzbarkeit die Nähe zur einfachen Volkskunst und zum Bürgerfest. Der italienische Carnevale hat uns zu einem außergewöhnlichen Konzertprojekt inspiriert: 28 Sänger und Instrumentalisten führen in einem inszenierten Konzert Madrigale, Opernszenen, Instrumentalballette und Maskeraden u. a. von Orazio Vecchi, Claudio Monteverdi, Francesco Cavalli, Salomone Rossi und Marc Antonio Cesti auf, welche die Lebenslust, Frivolität und Schönheit dieser Zeit ausdrücken, und werden sie in lebendige Gegenwart verwandeln. Die Mitwirkenden sind kostümiert und bespielen, je nach den örtlichen Verhältnissen, den ganzen Saal unter Einbeziehung des Publikums. Ein Lichtdesigner sorgt für ein stimmungsvolles Lichtambiente. Kostüme und Masken, die von der Regisseurin und Bühnenbildnerin Petra Weikert entworfen und speziell für die Produktion angefertigt wurden, orientieren sich am historischen Karneval des Seicento in Venedig. Alle Musiker auf der Bühne erscheinen paarweise oder in Gruppen als allegorische oder mythologische Figuren: Tod und Mädchen, Sonne und Mond, Feuer und Wasser, Engel und Teufel, Nymphe und Bacchus, Melancholie und Fröhlichkeit. Hinzu treten Blumenmädchen, Figuren wie Arlekino und Columbine sowie orientalische Masken.
Pressestimmen: «Alle Mitwirkenden bewiesen, dass sie ausgezeichnete Instrumentalisten, Solo- und Chorsänger sind, dazu auch Schauspieler und sogar Tanzdarsteller. Alle Darbietungen flossen nahtlos ineinander, ergötzten Augen und Ohren ununterbrochen und ließen sowohl bei den turbulenten Darstellungen als auch in den zarten Zwischenphasen ein Können deutlich werden, das um so lockerer wirkte, je schwieriger die Musik und die Darstellung waren.» Bietigheimer Zeitung «[…] vokale und instrumentale Köstlichkeiten nicht nur fürs Ohr, sondern auch fürs Auge, das mit Spiel, zeitgerechten Kostümen und der Andeutung der Rialto-Brücke als Bühnenbild verwöhnt wurde.» Kölner Stadt-Anzeiger «Verblüffend auch, mit welch stimmlichem und komödiantischem Talent die Mitglieder des Balthasar-Neumann-Chores agieren, sich in diese stimmungsvoll-burleske Aura einfügen. Mit farbig spontaner Musikalität, mit tadellos geführter Stimme und klangvollem Timbre.» Musik und Theater «Es wurde zu einem karnevalistischen Vergnügen. In der Mitte war dieser außergewöhnliche Musiker und Künstler Thomas Hengelbrock, der im Kreis der Instrumentalisten, Sänger und Maskenspieler von Balthasar-Neumann-Chor und -Ensemble als ‹Joker› das Spiel bestimmte.» Ludwigsburger Kreiszeitung «Ein einmaliger, absolut umwerfender Abend geht zu Ende. Ja, so grausam ist die Realität. Doch da dreht einer dem Tod eine lange Nase. Frech und selbstbewusst. Du verdirbst uns nicht den Spaß am Leben.» Stuttgarter Zeitung «War das ein wunderbarer Abend!» Kölnische Rundschau |
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