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Henry Purcell (1659–1695) / John Dryden (1631–1700) King Arthur
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Konzeption und Szenographie: Thomas Hengelbrock Sprecher: Graham F. Valentine Constanze Backes, Andrea Brown, Simone Kermes, Laurie Reviol, Benoît Haller, Henning Kaiser, Manfred Bittner, Marek Rzepka, Johannes Mannov Balthasar-Neumann-Chor Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Der Schriftsteller John Dryden und der Komponist Henry Purcell waren im England des späten 17. Jahrhunderts hoch geschätzte Künstler. Sie wandten sich mit King Arthur einem national-englischen Gründungsmythos zu und entwickelten einen Stoff, der zahlreiche Assoziationsmöglichkeiten in der politisch bewegten Zeit der Restauration bot. Aktuelle Bezüge zum 21. Jahrhundert lassen sich mühelos finden. King Arthur ist eine Semi-Opera, eine englische Variante der Oper: In ein gesprochenes Drama werden auskomponierte Teile eingefügt, die eine dramatische Funktion haben, die Handlung kommentieren. Nicht selten werden diese musikalischen Abschnitte, so genannte Masques, mit Tanz und Bühnenaktion verbunden. Es ist ein eigenes, anspruchsvolles Konzept von Musiktheater, mit dem Dryden und Purcell bei der Uraufführung 1691 in London beeindruckten. Thomas Hengelbrock hat eine komprimierte Textfassung entworfen, die das eindrucksvolle Wort und die atemberaubende Musik zu einem neuen zwingenden dramatischen Format verwebt. Der schottische Schauspieler Graham F. Valentine verkörpert dabei alle Figuren. Der Balthasar-Neumann-Chor beweist neben seiner musikalischen Stärke sein schauspielerisches Talent und entführt mit einfachsten Mitteln in eine Welt voller Poesie und Dramatik.
Pressestimmen: «22 mörderisch begabte Sänger und Sängerinnen, mal als Chor, mal als Solisten – und außerdem spielen sie – sie agieren, sie tanzen, als ob es Pina Bauschs Gefährten wieder einmal ins Barock verschlagen hätte, sie trauern, sie kämpfen, sie locken – als Geister – die Menschen in die Irre, sie frieren im Winter, sie lieben sich und erstarren in nationalistischer Pose – dieses Bewegungstheater übersetzt Purcells Musik mühelos in das 21. Jahrhundert. Dreieinhalb Stunden, ohne Pause, mit tiefstem Ernst, mit feinstem Humor – ich vermute, da schreitet Merlin selbst im Tarnkostüm durch den Raum und verzaubert die Zuschauer. Wo waren wir schon einmal – und waren so selig? Keine Ahnung.» WDR «Die Sängerinnen und Sänger des kleinen aber feinen Chores finden betörende Klänge und agieren in mitreißend suggestiven Bildern von wundervoller Poetik und erotischem Flair.» Westfälische Rundschau «Die musikalische Qualität der Aufführung ist hinreißend. Dass Hengelbrock nicht zimperlich in Besetzungsfragen seines fabelhaften Orchesters ist, mit Pauken und Trompeten keineswegs geizt, wirkt so überzeugend wie sein samtkehlig intonierender Chor. Dessen viele Soli halten sogar den Vergleich mit den renommierten Solisten Simone Kermes (Cupido, Venus u. a.) und Petteri Salomaa (Kältegenius, Äolus u. a.) aus. Diese Halb-Oper geriet zum ganzen Erfolgsstück.» Opernwelt «Ein durch und durch bezauberndes Ereignis!» Westfälische Nachrichten «Sollten englische Schauspieler um 1690 übrigens so gut gewesen sein wie Graham F. Valentine in Bottrop, dann könnte man verstehen, weshalb die Zuschauer damals um jeden Preis für die Hauptrollen richtige sprechende Akteure sehen wollten. Valentine erzählt das Stück in Kurzfassung, zeichnet die Figuren mit der bloßen Stimme so plastisch, so kraftvoll und ironisch zugleich, dass man völlig fasziniert ist.» WDR «Leblos herumstehende, vom Blatt singende Solisten und Choristen – Fehlanzeige!» RN Kultur |
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