Projektinformation

Download PDF-Datei


Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)

Die Zauberflöte

Oper in zwei Aufzügen, KV 620
Dichtung von Emanuel Schikaneder

 

Inszenierung, Bühnenbild und Kostüme: Achim Freyer
Dramaturgie: Klaus-Peter Kehr
Licht: Gerd Budschigk

Sarastro
Tamino
Sprecher
1. Priester / 1. Geharnischter
2. Priester / 2. Geharnischter
Königin der Nacht
Pamina
1. Dame
2. Dame
3. Dame
Papageno
Papagena
Monostatos
Drei Knaben

Ron Li-Paz
Matthias Klink
Bart Driessen
Stefan Vinke
Thomas Jesatko
Ekaterina Morozova
Judith Howarth
Vitalija Blinstrubyte
Anna Haase
Elizabeth Batton
Christian Gerhaher
Henrike Jacob
Hermann Oswald
Augsburger Domsingknaben

SWR Vokal Ensemble
Balthasar-Neumann-Ensemble

Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock

 

«Morgen gehen wir nach Schwetzingen, um den Garten zu sehen …» – als Wolfgang Amadeus Mozart, der schon als siebenjähriges Wunderkind im Schwetzinger Schlosstheater konzertiert hatte, im Oktober 1790 diese Zeilen aus Mannheim an seine Frau schrieb, trug er sich bereits mit ersten Gedanken zur Zauberflöte, die ein knappes Jahr später in Wien uraufgeführt wurde. Dass sie heute als meistgespielte und bekannteste Oper schlechthin gilt, liegt nicht nur an Musik und «zauberhafter» Handlung, sondern auch an der schier unerschöpflichen philosophischen Tiefe des Werkes, das nicht zuletzt deshalb auch Achim Freyer besonders am Herzen liegt. So stellt er nach legendären Hamburger und Salzburger Inszenierungen nun in Schwetzingen seine dritte Zauberflöte vor, die bei aller Andersartigkeit einen weiteren Schritt in der kontinuierlichen Auseinandersetzung mit dem Werk zeigt, in dem Groteske, Komik und Volkstum mit Philosophie eng verknüpft sind.

Im Ambiente des Mozart wohlbekannten Schwetzinger Rokokotheaters nähert sich Freyer der Zauberflöte ganz im Geiste des Komponisten: Die kleine Besetzung von Chor und Orchester verleiht dem Abend den intimen Rahmen eines Zimmertheaters, in dem in der Sprache der Mozartzeit ein theatralisch komplexes Gesamtkunstwerk gezeigt wird. Eine zentrale Rolle spielen dabei die drei Türen zu den – für Tamino zunächst verschlossenen – Tempeln der Natur, Weisheit und Vernunft: Um sie entfaltet sich der das ganze Werk durchziehende Antagonismus der Welten Sarastros und der Königin der Nacht, der sich mit erfolgreich bestandener Feuer- und Wasserprobe zu einer utopisch erträumten Gemeinsamkeit auflöst. Darüber, welche Kraft dieses zu leisten vermag, lässt Freyer keinen Zweifel: «Der Peitschenstreich Liebe» ist das Motto seiner jüngsten Zauberflöte.