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Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) Il re pastoreSerenata in zwei Akten KV 208 In einer szenischen Fassung von Thomas Hengelbrock. |
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Regie: Thomas Hengelbrock
Balthasar-Neumann-Ensemble Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock Eine Koproduktion der Salzburger Festspiele mit dem Bremer Musikfest und dem Beethovenfest Bonn.
Handlung: Akt I Alessandro von Mazedonien hat das phönizische Sidone vom dem Tyrannen Strato befreit. Statt die Herrschaft für sich zu verlangen, will er den legitimen Thronerben, der unwissend über seine Herkunft unter dem Volk leben soll, wieder in seine Rechte einsetzen. Der Hirte Aminta und die vornehme Nymphe Elisa versichern sich ihres Liebesglücks und werden dabei von Alessandro und seinem Berater Agenore beobachtet. Dieser gibt Aminta als den gesuchten Königssohn zu erkennen. Alessandro beschließt den bescheidenen und tugendhaften Schäfer zum Herrscher zu machen und durch diese großmütige Tat seinen Ruhm zu mehren. Agenore findet seine Geliebte Tamiri wieder, Tochter des gestürzten Tyrannen Strato, die als Schäferin verkleidet bei Elisa Zuflucht vor den mazedonischen Truppen gefunden hat. Agenore klärt den überraschten Aminta über sein Schicksal auf und will ihn zu Alessandro führen. Während Elisa die Nachricht freudig aufnimmt, findet sich Aminta nur zögernd in seine neue Rolle und fürchtet um seine Liebe zu Elisa. Akt II In Alessandros Feldlager wird Elisa auf der Suche nach ihrem Geliebten von Agenore abgewiesen. Agenore hindert Aminta, der enttäuscht enteilenden Elisa zu folgen, und verweist ihn auf seine Pflichten als König. Alessandro will seine Weisheit und Gerechtigkeit demonstrieren, indem er die Tyrannentochter Tamiri nicht ihrem unverschuldeten Schicksal überläßt. Ohne von Agenores Liebe zu ahnen, beschließt er, sie dem neuen König zur Frau zu geben und das Land so vollkommen zu befrieden. Aminta spricht mit Agenore über seinen Konflikt zwischen der Liebe zu Elisa und der Loyalität gegenüber den Plänen seines Wohltäters. Agenore täuscht sich jedoch in Amintas Worten und hält sie bereits für den festen Entschluß, seine Pflicht zu erfüllen und Tamiri zu heiraten. Während Agenore selbst bereit ist, seine Liebe der Staatsraison zu opfern, kämpfen beide Frauen bei Alessandro um ihr Glück. Aminta tritt hinzu und erklärt, daß er sich gegen die Krone und für sein Leben als einfacher Hirte bei seiner geliebten Elisa entschieden habe. Alessandro lobt die Tugend und selbstlose Liebe der beiden Paare und führt sie wieder zusammen. Im Bild des Re pastore erkennt er das Ideal des künftigen Staates.
Pressestimmen: «Mit einer musikalisch energiegeladenen Aufführung der Serenata ‹Il re pastore› begann das Projekt Mozart 22 der Salzburger Festspiele. Thomas Hengelbrock als Dirigent, sein Orchester und fünf leidenschaftliche Solisten zeigten, dass die Aula mit zeichenhaft einfachen Mitteln auch zu Opernbühne werden kann. […] Thomas Hengelbrock und sein ‹Original›-Orchester, das Balthasar-Neumann-Ensemble, gehen dramatisch und forsch, zupackend und farbig zu Werk. Mit allen Mitteln der musikalischen Rhetorik bringen sie die steifen Konstellationen zu lebendigem Sprechen. […] Man hatte bei der heftig gefeierten Premiere den schönen Eindruck: Hier macht Singen, Spielen, Musizieren viel Freude. Hätte das erste Ziel der Mozarttour frohgemuter erreicht werden können?» Salzburger Nachrichten «Thomas Hengelbrock und das Balthasar-Neumann-Ensemble gingen mit so viel Vitalität, aber auch Gespür für Lyrik, Klangfarben und musikalische Rhetorik an die Arbeit, das es eine erfrischende Wonne war: historische Aufführungspraxis ohne Abnutzungserscheinungen – ein rhythmisch mitreißender Sommerhit.» Opernglas «Mozart 22 … Zündend gelang der Start, ‹Il re pastore› hat viele Anhänger gefunden, weil Thomas Hengelbrock mit wenigen Mitteln eine pfiffige Regie mit plausibler, zeitgemäßer Grundidee gelang. Kleine Zeitung «Der künstlerische Ertrag der Mozart-Gesamtschau fiel gemischt aus […] Als ein echter Geheimtipp galt die Produktion ‹Il Re pastore› in einer szenischen Fassung von Dirigent Thomas Hengelbrock.» Freie Presse «Jubel und Standing Ovations am Montag in der Salzburger Universitätsaula. […] Thomas Hengelbrock, nun Regisseur der Festspiel-Erstaufführung, entledigt sich seiner Aufgabe spielerisch. Und das ganz buchstäblich: Auf einer Guckkastenbühne begrüßen sich Bekannte, haben ein Spiel mitgebracht. Aber nicht Activity oder Scrabble: ‹Il re pastore› steht am Koffer, jeder fischt sich ein Kärtchen, schon ist einer König Alessandro, die zwei mit den Herz-Symbolen werden Hirt Aminta und Elisa. […] So entzückend, schmissig, aber auch passend kann eine Low-Budget-Inszenierung sein! […] Imposant ist das Orchester: Vielleicht der fetteste Originalklang der Welt, den das Balthasar-Neumann-Ensemble aufbietet, fiebrige Tempi wählt, doch auch idyllische Stimmungen beschwört. Doppelter Applaus somit für Hengelbrock, der auch noch dirigiert. Und eine Musik, die ruhig öfter erklingen darf.» Wiener Zeitung «Schon mit der stürmischen Ouvertüre bläst Hengelbrock alle vermeintliche Niedlichkeit aus dieser Pastorale – die Partitur des 19-jährigen Mozart wird Takt für Takt ernst genommen, ohne sie auf der anderen Seite mit Deutungsballast zu erschlagen. Hier geht's sozusagen um Leben und Tod, um die Liebe und – um Mozart. Die Auftritte des Königs versetzt Hengelbrock mit einer gehörigen Portion Ironie; da hat er wie immer ganz genau in die Partitur geschaut, die an diesen Stellen so konventionell wie nur möglich ist. Das Ganze funktioniert so umwerfend gut, weil sich nicht zuletzt ein Ensemble von fünf jungen Sängern zusammengefunden hat, die sich voller Lebhaftigkeit und Leidenschaft in Koloratur und Schöngesang stürzen: Kresimir Spicer (Alessandro), Annette Dasch (Aminta), Marlis Petersen (Elisa), Arpine Rahdjian (Tamiri) und Andreas Karasiak (Agenore). Die Frauen haben ein bisschen die Nase vorn – aber rundum präsentiert sich hier ein Mozart-Ensemble, das zwischen Draufgängertum und Verinnerlichung stets den richtigen Ton trifft.» Generalanzeiger Bonn «Und was Hengelbrock da mit seinem brillanten Originalklang-Ensemble aus jeder Arie an individuellen Farben herausholt, wie dieser Mozart unter dem Zugriff auf die Tiefenschichten der Partitur alle vorgebliche Harmlosigkeit verliert, wie die Dissonanzen explodieren, wie die Flöten trauern und die Trompeten sich parodistisch aufplustern – all das erstaunt und begeistert.» Kölner Stadtanzeiger «Als Dirigent des Balthasar-Neumann-Ensembles und als Regisseur dieser szenischen Fassung ist Thomas Hengelbrock eine starke Aufführung mit einfachen Mitteln geglückt. Rasender Applaus.» Stuttgarter Zeitung «Hengelbrock hatte in Marlis Petersen und Anette Dasch als die Elisa und den Aminta zwei Sängerinnen, die mit hohem Können und wunderbarer Ausdrucksmodellierung ihre Figuren lebendig werden ließen.» Frankfurter Allgemeine Zeitung «Hengelbrock erweitert den Original-Klang seines Balthasar-Neumann-Ensembles in eine dramatisch-volltönende Richtung, nutzt allerdings das Wissen um Phrasierung und Dynamik sowie das Können seiner Musiker zu einer grandiosen Durchgestaltung dieser abwechslungsreichen Partitur.» Süddeutsche Zeitung |
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