DixitAntonio Vivaldi (1678–1741) Antonio Caldara (um 1670–1736) Georg Friedrich Händel (1685–1759) |
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Solisten des Balthasar-Neumann-Chores Balthasar-Neumann-Chor Musikalische Leitung: Thomas Hengelbrock
Mit freundlicher Unterstützung der
Wenig geläufige Namen, vergessene Werke – der ungemein reiche Schatz italienischer geistlicher Chormusik aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ist für unser Musikleben zum großen Teil erst wieder neu zu entdecken. So etwa die Musik Antonio Caldaras: Als Meister des Kontrapunkts und des stile antico genoß er zu Lebzeiten weithin hohes Ansehen. Im Venedig des Spätbarock musikalisch ausgebildet, erhielt er später als Vizekapellmeister am Wiener Hof ein höheres Gehalt als sein Vorgesetzter, kein geringerer als J. J. Fux. Auch die Namen J. S. Bach und W. A. Mozart finden sich in der langen Reihe derer, die Abschriften seiner Werke anfertigten. Und doch ist heute keine von Caldaras Kompositionen auch nur einigermaßen bekannt: weder das beeindruckende 16-stimmige Crucifixus noch die Missa dolorosa (1735), eine der letzten von Caldaras insgesamt ca. 50 Messen, die wahrscheinlich für das erst wenige Jahre zuvor eingeführte Marienfest «Septem Dolorum Beatae Mariae Virginis» geschrieben wurde. Den Abschluß des Programms bildet eine frühe Psalmvertonung Georg Friedrich Händels: Dixit Dominus (1707). Sie präsentiert einen Altbekannten in anderem Licht: den jungen Händel, der dieses Werk während seines Italienaufenthalts (1706–1709) schrieb und dort in Kontakt stand mit all jenen damals berühmten italienischen Komponisten vom Schlage eines Antonio Caldara.
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