„Ein Dirigent, der seinesgleichen sucht.“ (La Terasse, Paris), zudem Forscher, Wissenschaftler, musikalisch-kreativer Freidenker und Regisseur: der Name Thomas Hengelbrock hat viele Facetten. In ihrer Gesamtheit verbinden sie sich zu einer der komplexesten und spannendsten Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit.

Zur Saison 2011/2012 tritt Thomas Hengelbrock die Nachfolge von Christoph von Dohnányi als Chefdirigent des NDR Sinfonieorchesters an. Zudem debütiert er 2011 mit „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen. Als Gründer und Leiter des Balthasar-Neumann-Chores und Balthasar-Neumann-Ensembles realisiert er international gefragte Konzert- und Opernprojekte.

Das Interesse Thomas Hengelbrocks gilt der gesamten Bandbreite des Opern-Repertoires – von Barock-Raritäten wie „Il Giustino“ von Giovanni Legrenzi oder „Niobe“ von Agostino Steffani über Mozarts Opern, Bernsteins „West Side Story“, Strawinskys „The Rake’s Progress“ bis hin zu Zeitgenössischem wie Dallapiccolas „Il Prigioniero“. Rigoros durchdringt Thomas Hengelbrock die damalige wie heutige Geisteswelt und das mit ihr verbundene Hörverständnis. Damit stellt er tradierte Interpretations- und Hörgewohnheiten kritisch in Frage, so z. B. mit seiner Lesart nicht nur von Mozarts und Haydns Opern, sondern auch von Rossinis, Bellinis und Verdis Opern auf historischen Instrumenten. Und die Presse applaudiert: “So kostbar hat man Bellinis Musik vielleicht noch nie gehört“ (Opernwelt), „Spannender und intensiver lässt sich Mozart heutzutage schwerlich musizieren“ (Bonner Generalanzeiger), „Erleuchtendes Dirigat“ (AFP), „Betörend, dass einem der Atem stockt“ (ZDF).