Rund 300 Schüler im Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg lauschen dem “Allegro” – zusammen mit 22000 Schülern in 360 Schulen, die das Konzert bundesweit live übers Internet in ihren Klassenzimmern verfolgen. Am Ende gibt es stürmischen Applaus und Fußgetrampel.[…] “Das war schon eine Herausforderung, die musikalische Spannung zu erzeugen und aufrechtzuerhalten”, sagt Hengelbrock nach dem Konzert. “Ich bin total glücklich, dass sich so viele Schüler beteiligt haben. Ein besonderer Dank gilt den Musiklehrern, die diese tollen Projekte auf die Beine gestellt haben.” Für Hengelbrock ist besonders wichtig, dass junge Menschen erfahren, wie Gemeinschaft stiftend Musik sein kann. “Ich glaube, dass die Kultur generell die Basis unseres Zusammenlebens ist”, meint der Dirigent.
dpa, 19.09.2014

Gestern war das große Finale. Das NDR-Sinfonie- und das Jugendorchester unter Leitung von Diri-gent Thomas Hengelbrock führten im Rolf-Liebermann-Studio in Hamburg Dvoráks 9. Sinfonie auf und im Landesfunkhaus Hannover verfolgten mehrere Hundert Schüler das Konzert per Livestream. Im Großen Sendesaal wird es ganz still, als die Hörner loslegen. Einige Kinder haben es sich auf Matrat-zen bequem gemacht. Klassik im Liegen – das hat etwas. “Hören Sie mal das Flimmern der Streicher”, ruft Dirigent Hengelbrock. Man könne die amerikanische Prärie förmlich in der Musik spüren.
Hannoversche Allgemeine Zeitung, Saskia Döhner, 20.09.2014

In vielen Klassenzimmern und Schulaulen saßen Schüler und hörten zu, wie das NDR Sinfonieorches-ter und das NDR Jugendsinfonieorchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock jenes Werk spielten, mit dem sie sich im Unterricht so lange beschäftigt hatten. Dennoch war das Matineekonzert weniger Höhepunkt als dramaturgische Ziellinie der Unternehmung. Es markierte gewissermaßen das Sahnehäubchen auf dem gigantischen Dvorák-Kuchen, den 22.000 Schüler aus mehr als 300 Schulen in Deutschland im Lauf des letzten halben Jahres aus vielen, teilweise sehr heterogenen Zutaten höchst kreativ zusammenbuken.
Die Welt, Tom R. Schulz, 20.09.2014

Zu wünschen wäre, dass das Dvorak-Experiment, das Thomas Hengelbrock auf den Weg gebracht hat, für viele Schulkinder ein Anstoß wird, sich weiter mit unserem großen Erbe zu beschäftigen.
Hamburger Abendblatt, Briefe an die Redaktion, Erika Horn, 20.09.2014